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Mietwohnungsförderung

Richtlinie gebundener Mietwohnraum

Sachsens Großstädte sind besonders für junge Menschen attraktiv, denn sie bieten gute Studien- und Arbeitsbedingungen, eine vielfältige Kneipen- und Veranstaltungskultur sowie preiswerte Wohnbedingungen, die in anderen deutschen Großstadt in diesem Maß nicht vorhanden sind.

Diese Attraktivität bewirkt eine hohe Nachfrage nach Wohnraum, die im Ergebnis aber auch eine Gefährdung der Versorgung von einkommensschwachen Haushalten mit ausreichendem Wohnraum zu angemessenen Bedingungen zur Folge haben kann.

Für einkommensschwache Haushalte muss deshalb nach und nach ein höherer Bestand an Wohnungen erreicht werden, der an einen niedrigen Mietpreis gebunden ist und der nur von einkommensschwachen Haushalten belegt werden darf (Mietpreis- und Belegungsbindung als sogenannte Sozialwohnung).

Sachsen stellt seit 2017 jährlich Fördermittel für den Bau von rund 1000 Sozialwohnungen in Dresden und Leipzig bereit.

Förderung der Schaffung von mietpreis- und belegungsgebundenem Mietwohnraum

Die voraussichtlich ab 15. Mai 2021 geltende Förderung ist als Zuschuss für Vermieter konzipiert und kann bei Neubau oder Sanierung von Wohnraum beantragt werden, sofern der Wohnraum mindestens 15 Jahre und höchstens 20 Jahre lang Mietern mit Wohnberechtigungsschein für eine deutlich reduzierte Miete überlassen wird. Ziel ist eine Mietreduktion um bis zu 35% (max. 3,80 Euro) je Quadratmeter. Der Zuschuss entspricht der rechnerischen Mietreduktion über die 15 bis 20 jährige Belegungsbindung, wird aber bereits in der Bauphase als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausbezahlt. 

Die Förderung ist jedoch nur in Kommunen möglich, die einen entsprechenden Bedarf an mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum nachweisen und deren Wohnungsmarktsituation eine zukünftige Gefährdung der Versorgung von einkommensschwachen Haushalten mit ausreichendem Wohnraum zu angemessenen Bedingungen erkennen lässt. Hierfür sind in der Richtlinie die relevanten Indikatoren benannt. Bislang wurde die Förderung nur in Dresden und Leipzig in Anspruch genommen.

Die Untersetzung der Indikatoren aller sächsischen Kommunen wird zukünftig jährlich vom Staatsministerium für Regionalentwicklung zur Verfügung gestellt.

Die dem Programm zu Grunde liegende Förderrichtlinie sowie die Indikatoren können Sie unter folgenden Links einsehen:

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