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Sächsischer Staatspreis für Baukultur

Der Freistaat Sachsen lobt den Staatspreis für Baukultur seit den neunziger Jahren aus. Mit der Auslobung des Preises verfolgt der Freistaat Sachsen zwei Ziele:

 

Zum einen soll mit dem Staatspreis vorbildliche Baukultur ausgezeichnet werden. Es werden herausragende Werke mit einem besonderen baukulturellen Anspruch gewürdigt, die einen Beitrag zur Anhebung des Niveaus der gebauten Umwelt geleistet haben.

 

Baukultur ist ein Teil der menschlichen Kultur: Bauherr, Architekt, Ingenieur und Bauunternehmen bilden am Bau eine Verantwortungsgemeinschaft. Erst eine positive Arbeitsteilung und Verantwortungsübernahme in diesem Verbund führen zu herausragend guten Ergebnissen; nur so können Bauwerke mit einem hohen gestalterischen und funktionalen Anspruch entstehen.

 

Zum anderen soll die Öffentlichkeit für die Fragen der Baukultur und Bauqualität sensibilisiert werden. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Werte zu richten ist geboten, da baukulturelle Werte vom Einzelnen nur durch Anschauung und der daraus resultierenden Wertvermittlung von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Eine Gesellschaft, die diese Themen diskutiert, Schlussfolgerungen zieht und dies dann in längerfristigen Strategien umsetzt, wird in lebenswerteren, anspruchsvolleren Städten und Häusern leben.

 

Ein dritter Aspekt ist zu sehen: Vernetzte Fragestellungen sollen bei den Themen des Wettbewerbs ein stärkeres Gewicht erhalten, ohne dabei jedoch die hergebrachten Kategorien wie Architektur, Ingenieurbaukunst, Denkmalpflege, Städtebau oder Landschaftsarchitektur zu vernachlässigen.

 

Komplexe Verantwortungszusammenhänge, wie sie für unsere moderne, interdependente, Welt typisch sind, kennzeichnen heute auch viele der baulichen Anforderungen. Diese Aspekte hervorzuheben, sollte dazu beitragen, dass der Staatspreis als eine fachlich anspruchsvolle Auszeichnung wahrgenommen wird.

 

Das Zusammenspiel aller Aspekte, die zu betrachten sind, ist dabei ein wesentliches Kriterium. Das heißt keinesfalls, dass das Einzelne nicht mehr in dem Maße gewürdigt wird. Es soll aber zudem in seiner Wechselbeziehung zu dem ihm Übergeordneten bewertet werden. In einem vernetzten System, wie es eine Stadt letztlich ist, ist der Auswirkungshorizont einer Entscheidung ein mit zu beachtendes Kriterium, eine Einzelmaßnahme zu beurteilen.

 

Bei diesem Ansatz ist ein hoher Realitätsbezug gegeben, denn vernetztes Denken in einer Gesellschaft zu fördern, bedeutet generell, für die Zukunft besser aufgestellt zu sein.

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    Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2015

    Thema: "Baukunst schafft Orte der Begegnungen"

    © Sächsisches Staatsministerium des Innern