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Wohnungsbestand

Die Gebäudestruktur in Sachsen ist gekennzeichnet von einer Durchmischung von Wohngebäuden, die weit vor der Industrialisierung errichtet wurden, Wohnsiedlungen und Villen aus der Gründerzeit, Plattenbauten von 1949 bis 1989 und Neubau nach 1990.

Einige ausgewählte Ergebnisse aus dem Sonderbericht Zensus 2011 Gebäude- und Wohnungszählung im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 –Teil 1 Gebäude und Wohnungen des  Freistaates Sachsen siehe Link rechts in der Box.

Wohnungsbestand

Am 9. Mai 2011 befanden sich im Freistaat Sachen rd.  2,3 Mio. Wohnungen in rd. 800 Tsd. Gebäuden. Davon standen rd. 10 % der Wohnungen leer.

Mit der jährlichen Baustatistik hat das Statistische Landesamt den Wohnungsbestand aus dem Jahr 2011 fortgeschrieben. Er erhöhte sich in Sachsen bis zum 31.12.2015 auf 2,34 Mio. Wohnungen.

Baualter

Der Anteil der Wohngebäude, die vor dem Jahr 1949 errichtet wurden, beträgt 53 %. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Anteil bei 25 %. Dieser relativ alte Gebäudebestand gilt als Herausforderung für die Akteure des Wohnungsmarktes, aber auch als historisch wertvolles und deutschlandweit einzigartiges Potential.

Eigentümerstruktur

Zwei Drittel aller Wohnungen in Sachsen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften und nicht institutionalisierten Anbietern, 11 % aller Wohnungen sind Eigentum kommunaler Wohnungsgesellschaften und 14 % genossenschaftlicher Wohnungsgesellschaften.

In Sachsen waren 2011 67 % der bewohnten Wohnungen vermietet und 33 % der Wohnungen wurden vom Eigentümer selbst genutzt, gegenüber 26 % im Jahr 1995. Damit ist Sachsen noch immer das Flächenland in der Bundesrepublik mit der niedrigsten Wohneigentumsquote. Der Bundesdurchschnitt beträgt 45,8 %. Mit der neuen Förderrichtlinie wird Sachsen ab 2017 besonders die Bildung von Wohneigentum für Familien mit Kindern unterstützen. Sie wird auch für Bauwillige im ländlichen Raum anwendbar sein.

Wohnraumstruktur nach Anzahl der Räume, Wohnfläche und Ausstattung

Der überwiegende Teil (59 %) der bewohnten Wohnungen sind 3- bis 4-Raumwohnungen, 29 % hatten 5 Räume und mehr. Der Anteil der kleinen Wohnungen mit 1 bis 2 Räumen (einschließlich Küche) ist seit 2011 von 12,6 % auf 13,6 % im Jahr 2015 leicht angestiegen,

Die durchschnittliche Wohnfläche der Wohnungen hat sich von 66,7 m² im Jahr 1995 auf 75,2 m² im Jahr 2015 erhöht. Die Anzahl der über 100 m² großen Wohnungen hat sich fast verdoppelt. Lediglich 6,2 % der bewohnten Wohnungen in Sachsen haben eine Wohnfläche unter 40 m².

Die Wohnqualität bezüglich der Ausstattung hat sich seit dem Jahr 1995 erheblich verbessert. In Sachsen haben 92,3 % aller bewohnten Wohnungen eine sehr gute sanitäre Ausstattung mit Bad/Dusche und WC und werden über eine Sammelheizung wärmeversorgt. Im Jahr 1995 lag der Anteil noch bei 55,8 %.

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