1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Mietniveau und Einkommenssituation

Wohnen ist ein Lebensbereich mit elementarer Bedeutung für alle Menschen – gleichzeitig ein Grundbedürfnis und Mittelpunkt alltäglicher Lebenserfahrung. Das Wohnverhalten jedes Einzelnen hängt maßgeblich von den Mietkosten und dem jeweiligen Haushaltseinkommen ab.

Mietbelastung

Bruttokaltmiete

Die durchschnittliche Bruttokaltmiete in Sachsen lag 2014 mit 5,69 Euro je m² deutlich unter dem Bundesdurchschnitt mit 6,72 Euro je m². Die Bruttokaltmiete setzt sich laut Definition des Mikrozensus zusammen aus  der Grundmiete und den anteiligen monatlichen „kalten“ Betriebskosten für Wasser, Kanalisation, Abwasserbeseitigung, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Hausreinigung und -beleuchtung, Schornsteinreinigung, Hauswart und Hausverwaltung, öffentliche Lasten, z. B. Grundsteuer, Gebäudeversicherungen, Kabelanschluss, Hausaufzug, Dienstleistungen für die Gartenpflege.
Bruttokaltmiete in Euro je m²

Diagramm
(© Statistisches Landesamt: Mikrozensus – Zusatzerhebung Wohnen - 2014)

Mietbelastungsquote

Die Mietbelastung eines Haushaltes wird durch die Mietbelastungsquote (= Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen) abgebildet.

Sachsen hatte laut Ergebnis des Mikrozensus 2014 mit einer durchschnittlichen Mietbelastungsquote von 23,5 % die geringste Quote aller Länder. Selbst die Landeshauptstadt Dresden lag 2014 mit einer Quote von 24,6 % noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 27,2 %.

Laut Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung 2014 betrug die durchschnittliche bruttowarme Mietbelastung in Deutschland im Jahr 2013 29 % des Haushaltsnettoeinkommens. Bundesweit wiesen Rentnerhaushalte mit 33 % eine überdurchschnittliche Mietbelastung auf. Die Mietbelastung armutsgefährdeter Haushalte war mit 34 % ebenfalls überdurchschnittlich.

Verbrauchskosten

Die Verbrauchskosten haben maßgeblichen Einfluss auf die Wohnkosten. So sind die Nettomieten in Sachsen in den letzten fünf Jahren (seit 2012) im Durchschnitt nur um 1,9 % und  die „kalten“ Nebenkosten (z.B.: Müllabfuhr, Schornsteinfeger) um 5,4 % gestiegen. Die Kosten für Heizung und zur Warmwassererwärmung (warme Nebenkosten) sanken um mehr als 26 %.  Die Kosten der Haushaltsenergie sind um 7,9 % gestiegen.

Am meisten sanken die Verbrauchspreise für Flüssiggas in Tanks (-45 %) und Heizöl (- 60 %). Dadurch hat sich das Wohnen in Sachsen in den letzten fünf Jahren mit den Verbrauchskosten Wohnungsmiete, Wasser, Strom, Gas u.a. Brennstoffe um 0,7 % verbilligt.

Haushalte ohne bzw. mit niedrigem Einkommen

Im Rahmen der sozialen Sicherungssysteme werden für Empfänger von Leistungen nach SGB II („Hartz IV“) und SGB XII (Grundsicherung im Alter) – sog. KdU-Empfänger – die tatsächlichen Kosten der Unterkunft und Heizung übernommen, soweit diese angemessen sind.

Außerdem erfolgt bei Bedarf die wirtschaftliche Absicherung für angemessenes und familiengerechtes Wohnen durch Wohngeld. Detaillierte Informationen dazu finden Sie auf der gleichnamigen Unterseite.

Marginalspalte

Fragen zum Mietrecht

beantwortet das

© Sächsisches Staatsministerium des Innern