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Mietniveau und Einkommenssituation

Wohnen ist ein Lebensbereich mit elementarer Bedeutung für alle Menschen – gleichzeitig ein Grundbedürfnis und Mittelpunkt alltäglicher Lebenserfahrung. Das Wohnverhalten jedes Einzelnen hängt maßgeblich von den Mietkosten und dem jeweiligen Haushaltseinkommen ab.

Mietbelastung

Bruttokaltmiete

Die durchschnittliche Bruttokaltmiete in Sachsen liegt mit 5,47 Euro je m2 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt mit 6,37 Euro je m2. Als Bruttokaltmiete gilt laut Definition des Statistischen Landesamtes die Grundmiete und anteilige monatliche kalte Betriebskosten für Wasser, Kanalisation, Abwasserbeseitigung, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Hausreinigung und -beleuchtung, Schornsteinreinigung, Hauswart und Hausverwaltung, öffentliche Lasten, z. B. Grundsteuer, Gebäudeversicherungen, Kabelanschluss, Hauaufzug, Dienstleistungen für die Gartenpflege.

Bruttokaltmiete in Euro je m²

(© Statistisches Landesamt: Mikrozensus – Zusatzerhebung Wohnen - 2010)

Mietbelastungsquote

Für die tatsächliche Mietbelastung eines Haushaltes ist die Mietbelastungsquote (= Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen) aussagefähiger als der Mietpreis, da sie die Bruttokaltmiete ins Verhältnis zum Haushaltsnettoeinkommen setzt.

Sachsen hat mit einer durchschnittlichen Mietbelastungsquote von 20,5 % die mit Abstand geringste Quote aller Länder. Selbst die Landeshauptstadt Dresden liegt mit einer Quote von 21,6 % noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 22,5 %.

Die Mietbelastungsquote von Haushalten mit niedrigem Nettoeinkommen (unter 900 Euro pro Monat) liegt  laut Wohngeld- und Mietenbericht 2010 der Bundesregierung (DS 17/6280, S. 51) in den neuen Ländern (inkl. Berlin) mit 19,5 % deutlich niedriger als in den alten Ländern mit 25 %.

Verbrauchskosten

Die Verbrauchskosten haben maßgeblichen Einfluss auf die Wohnkosten. So sind die Nettomieten von 2008 zu 2012 um 1,3 %, die Nebenkosten um 5,6 % und die Kosten für Haushaltsenergie um 12,8 % gestiegen.

Die größten Steigerungen von 2008 zu 2012 sind bei den Strompreisen mit + 20 % und beim Heizöl mit + 16,4 % zu verzeichnen.

Haushalte ohne bzw. mit niedrigem Einkommen

Im Rahmen der sozialen Sicherungssysteme werden für Empfänger von Leistungen nach SGB II (Hartz IV) und SGB XII (Grundsicherung im Alter) – sog. KdU-Empfänger – die tatsächlichen Kosten der Unterkunft und Heizung übernommen, soweit diese angemessen sind.

Außerdem erfolgt bei Bedarf die wirtschaftliche Absicherung für angemessenes und familiengerechtes Wohnen durch Wohngeld. Detaillierte Informationen dazu finden Sie unter der gleichnamigen Unterseite.

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Fragen zum Mietrecht

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© Sächsisches Staatsministerium des Innern